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KI ist schlicht ein weiteres Werkzeug

  • yvonne
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Vor Kurzem habe ich einer neuen Bekanntschaft erzählt, dass ich mit Schreiben meine Brötchen verdiene. Prompt kam die Frage, ob ich denn keine Angst hätte, bald von einer KI ersetzt zu werden. Ich musste lachen. Denn nein – solche Ängste beschäftigen mich tatsächlich nicht. Natürlich staune ich darüber, was KIs wie ChatGPT alles können. Und ja, sie werden immer besser.

 

Trotzdem glaube ich nicht, dass eine KI jemals in der Lage sein wird, ein Magazin komplett selbständig herauszugeben. Dafür braucht es zu viele Puzzleteile – allein nur schon für die Texte: aktuelle Themen erkennen, relevante Fragestellungen entwickeln, diese in spannende Geschichten verpacken und passende, ansprechende Bilder dazu finden.

 

Hinzu kommt der menschliche Aspekt des Schreibens. Ich mag den Prozess selbst: das Gefühl des Flows, die Konzentration, die Genugtuung, am Ende ein eigens produziertes Produkt vor mir zu haben – in diesem Fall einen Text. Einen roten Faden zu spinnen, eine kluge Geschichte zu erzählen, Neugierde zu wecken oder eine witzige Wendung einzubauen – vieles davon gelingt einer KI nur bedingt oder gar nicht.

 

Und selbst wenn sie eines Tages dazu in der Lage sein sollte: Wer übernimmt die Verantwortung für die Inhalte? Als Autorin stehe ich stets für die inhaltliche Richtigkeit meiner Artikel ein. Sie sind sauber recherchiert und basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen.

 

Dasselbe gilt für Sie als Lehrperson, Journalist oder Wissenschaftlerin, wenn Sie KI für Ihre Arbeit nutzen. So freundlich und überzeugend ChatGPT auch antwortet – sie ist eine Maschine, kein denkendes Wesen. Von den Inhalten und Themen hat sie kein eigenes Verständnis. Wenn wir uns jedoch bewusst sind, dass KI schlicht ein weiteres nützliches Werkzeug ist, können wir sie verantwortungsbewusst und gewinnbringend einsetzen.

 

 
 
 

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